Freitag, 26. August 2016

Das Sameting in Schweden

Seit die Samen unter Gustav Vasa ihre Selbständigkeit verloren haben und das gesamte samische Volk verpflichtete Steuern in Schweden zu bezahlen, versuchte diese Volksgruppe erst eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten und später, als die Regierung in Stockholm im 17. Jahrhundert das Land der Samen verteilte, seine Kultur und seine Rechte zu erhalten, wenn auch zum großen Teil erfolglos. Selbst als die Samen in Finnland und Norwegen bereits, in Form eines Sametingets, eine Mitsprache in Fragen, die ihr Leben betrafen, erhalten hatten, wurde in Schweden noch diskutiert ob man der Ursprungsbevölkerung des Nordens überhaupt Rechte geben solle.

Diese Frage wurde in Schweden ab 1982 diskutiert, wobei der damit beauftragte politische Ausschuss erst 1989 einen Vorschlag unterbreitete und erst als man sicher war die Rechte der Samen so weit wie nur möglich einzuschränken, kam es am 26. August 1993 zur Gründung des Sametingets in Schweden, auch wenn der Begriff Thing nur symbolisch gesehen werden darf, da den Samen damit keinerlei politischer Einfluss gegeben wurde und die gesamte Verwaltung in schwedischer Hand blieb. Selbst die alten Rechte auf Jagd und Fischfang müssen heute erst die Gerichte entscheiden.

Dass die Gründung des Sametingets in Schweden unter der Regie Schwedens funktionieren sollte, sieht man auch der Tatsache, dass die erste Sitzung am 26. August 1993 von König Carl XVI. Gustaf eröffnet wurde. Die Aufgaben des Sametingets ist heute weitgehend darauf beschränkt sich dafür einzusetzen die Kultur der Samen zu erhalten und eine Meinung in Fragen der Rentierhaltung zu äußern, nicht zuletzt auch deswegen, weil die samische Kultur immer mehr Touristen in den hohen Norden zieht. Bei allen Ausführungen und Vorschlägen ist das Sametinget auch heute noch an jede Entscheidung der Regierung in Stockholm gebunden und muss diese Entscheidungen auch im schwedischen Sápmi, dem Land der Samen, durchsetzen.


26. August 1551: Die schwedische Königin Margareta Eriksdotter
26. August 1861: Der Komponist, Dirigent und Violinist Johan Fredrik Berwald
26. August 1932: Olov Svedelid, Kriminalromane im Stockholmer Milieu
26. August 1932: Olov Svedelid und der Stockholmer Kriminalroman
26. August 1977: Die schwedische Schwimmerin Therese Alshammar
26. August 1996: Sven Stolpe, der katholische Schriftsteller Schwedens
26. August 2005: Der Schwein- und Schlittschuhverein GOSF in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. August 2016

Der Politiker und Gutsbesitzer Fredrik Gyllenborg

Als Fredrik Gyllenborg am 25. August 1759 starb, war er einer der gefürchtetsten und korruptesten Politiker seiner Zeit, der es nur seinen Beziehungen und seinem Einfluss verdankt hatte seinen nahezu uneingeschränkten politischen Einfluss in der Hutpartei ausüben zu können und dabei ein großes Vermögen anzusammeln. Gyllenborg hatte es verstanden die Partei  so zu steuern, dass es unmöglich war ihn von seinen Positionen zu verstoßen oder wegen seinen finanziellen Machenschaften zur Rechenschaft zu ziehen. Die Folgen seiner Handlungen hatte die Hutpartei indes nach seinem Tod spüren.

Fredrik Gyllenborg war am 12. Juli 1698 als Sohn eines drei Jahre vorher geadelten königlichen Rates zur Welt gekommen und damit Mitglied der privilegierten Schicht Schwedens geworden. Im Alter von zwölf Jahren wurde Gyllenborg Page bei der Witwenkönigin Hedvig Eleonora, einen Dienst, den er 1715, beim Tod der ehemaligen Königin, verlor um dann am Svea Hovrätt zu arbeiten und um sieben Jahre später Kammerherr und der oberste Richter auf Gotland zu werden. Als Politiker begann Gyllenborg seine Karriere 1731, wobei er sich unmittelbar danach als der gefährlichste Gegner Arvid Horns zeigte.

Allerdings sah man Fredrik Gyllenborg sehr wenig im Reichstag, denn er bevorzugte eine unsichtbare politische Karriere, die es ihm ermöglichte die richtigen Fäden zu ziehen, gegnerische Politiker auszuspionieren und sich freizügig aus der Parteikasse zu bedienen. Diese Hintergrundkarriere erlaubte es Gyllenborg auch die gesamte Linie der Partei zu steuern und von den Schwächen der politischen Gegnern zu profitieren. Als Gyllenborg auf etwas diplomatischem Weise die Parteikasse genommen wurde, da er sich zu deutlich selbst damit finanzierte, erhielt er bald den Vorsitz der Bank der Hutpartei, was ihm noch größere Freiheiten bot, denn nun konnte er sich, mit Hilfe der Parteibank, Fabriken und Landgüter kaufen.


25. August 1750: Lovisa, ein adeliger Vorname Schwedens
25. August 1762: Das Drottningholmsteatern in Stockholm
25. August 1925: Inga Borg und der kleine Troll Plupp
25. August 1955: Die Bibliothekstantieme (Biblioteksersättning) in Schweden
25. August 1956: Anders Franzén findet das Kriegsschiff Vasa
25. August 1961: Der schwedische Serienzeichner Alf Woxnerud
25. August 1976: Eyvind Johnson, ein Arbeiter-Literat mit Nobelpreis
25. August 2014: Maj-Briht Bergström-Walan, die erste Sexologin Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 24. August 2016

Der schwedische Reichsspielmann Eric Sahlström

Eric Sahlström kam am 24. August 1912 in Masbo im Uppland zur Welt und wurde in einer Familie geboren in der Musik eine große Rolle spielte, denn sowohl sein Vater als auch sein Großvater waren Spielmänner und Eric selbst lernte schon im Alter von sieben Jahren Akkordeon zu spielen und träumte davon ein neuer Jularbo-Kalle zu werden. Bald wechselte Sahlström dann jedoch vom Akkordeon zur Geige und, als er Hjort Anders spielen hörte, griff er zur Nyckelharpa, der Schlüssel-Harfe, der er sein Leben lang treu bleiben sollte.

Mit 17 begann Eric Sahlström öffentlich aufzutreten, auch wenn er nie eine Stunde Musikunterricht hinter sich hatte. Da der Musiker erst in den 30er Jahren begann eigene Kompositionen vorzutragen, spielte er zu Beginn die allgemein bekannten Stücke von Gås-Anders und Byss-Calle, die noch heute zu den Klassikern mit der Nyckelharpa gehören. In diesen Jahren baute Sahlström auch seine erste eigene Nyckelharpa, was für seine spätere Bedeutung in der Musikgeschichte Schwedens wichtig wurde. 1941 gewann Sahlström seinen ersten Preis als Musiker und ein Jahr später kamen auch die ersten Auftritte im Radio.

Da in jener Zeit ein Spielmann von seiner Kunst nicht leben konnte, betrieb Eric Sahlström seine Landwirtschaft weiter und arbeitete zeitweise auch in der Fabrik. Das Musizieren und der Bau von Schlüssel-Harfen kam daher oft erst an zweiter Stelle. Erst in den 60er Jahren begann Sahlström, gemeinsam mit Hasse Gille, dann Kurse in der von August Bohlin geschaffenen modernen Nyckelharpa zu geben, wodurch die Nyckelharpa sich endgültig in Schweden durchsetzen konnte und Spielmänner als ernsthafte Musiker betrachtet wurden. In den 70er Jahren wurde Sahlström, der am 7. Juni 1986 in Tobo starb, einer der bedeutendsten Spielmänner Schwedens, der für seine Leistung zahlreiche Preise erhielt. 1976 war der Musiker dann auch der erste Spielmann Schwedens, der eine staatliche Einkommensgarantie für Künstler erhielt.


24. August 1895: Der schwedische Architekt Curt Björklund
24. August 1901: Carl Ludvig Granlund, der letzte Wegelagerer Schwedens
24. August 1901: Der schwedische Künstler Gunnar G:son Wennerberg
24. August 1905: Sven Stolpe, der katholische Schriftsteller Schwedens
24. August 1923: Bo Setterlind, das religiöse Erwachen in der Romantik
24. August 2003: Carolina Klüft gewinnt Gold beim Siebenkampf
24. August 2014: Die Gärten von Jonsered bei Göteborg

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Dienstag, 23. August 2016

Die schwedische Künstlerin Agnes Cleve-Jonand

Agnes Cleve-Jonand kam am 23. August 1876 als Tochter eines Professors unter dem Namen Agnes Cleve in Uppsala zur Welt und erhielt daher eine Ausbildung, die der gehobenen Bürgerklasse entsprach. Nach dem Besuch des heutigen Konstfack in Stockholm, heiratete Cleve-Jonand im Jahre 1901 und zog mit ihrem Mann nach Göteborg, wo sie die Kunsthochschule Valand besuchte und bald darauf mit ihrem Lehrer Carl Wilhelmsson eine Liebschaft begann. Ihre Ehe sollte dennoch bis 1911 halten, um dann jedoch mit einer Scheidung zu enden, da sich die Künstlerin für ein unabhängiges Leben entschieden hatte.

Da Agnes Cleve-Jonand sich um diese Zeit jedoch nicht von der freien Kunst ernähren konnte, nahm sie Privatschüler auf und lebte von Zuschüssen des Vaters. 1913 ging die Künstlerin dann nach Paris um unter Henri Le Fauconnier Kunst an der Académie de la Palette zu studieren. In Paris traf Cleve-Jonand dann auch ihren zweiten Mann, John Jon-And, der ebenfalls Künstler war. Cleve-Jonand heiratete 1915 Jon-And, der nahezu 20 Jahre jünger war als sie. Diese Ehe sollte bis zum Tod des Ehemanns im Jahre 1941 halten, da Jon-And ihr Streben nach einer gewissen Unabhängigkeit als Frau und ihre künstlerische Arbeiten respektierte und förderte.

Agnes Cleve-Jonand, die am 26. Mai 1951 in Stockholm starb, gehört zu den eigenwilligsten Künstlerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die sich weigerte „Frauenthemen“ zu malen, sondern zum Kubismus und zum Expressionismus mit städtischen Motiven und Fabriken griff, einem Bereich, der als männlich bezeichnet wurde. Wirklich Aufmerksamkeit erregte die Künstlerin erstmals 1937 bei einer Ausstellung in Paris, als ihre Bilder neben jenen von Sigrid Hjertén hingen. Obwohl sie kurz später eine deutsche Zeitschrift als die bedeutendste Künstlerin Schwedens bezeichnete, geriet Cleve-Jonand nach ihrem Tod nahezu in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahren beginnt man sich wieder für die Künstlerin zu interessieren, wobei einige wenige ihrer Gemälde auch im Kunstmuseum Göteborg und im Museum in Gävle zu finden sind.


23. August 1521: Kristian II, König Schwedens für ein Jahr
23. August 1834: Der ungewöhnliche Aufstieg von Anders Fredrik Brander
23. August 1834: Anders Fredrik Skjöldebrand, Feldherr und Künstler
23. August 1889: Nils Ahnlund und die schwedische Geschichte
23. August 1923: Bo Setterlind, das religiöse Erwachen in der Romantik
23. August 1931: Lars Görling, eine Kultfigur Schwedens
23. August 1973: Geiseldrama in der Kreditbanken in Stockholm
23. August 2010: Spårväg City, die neue Straßenbahn in Stockholm
23. August 2010: Der schwedische Künstler Elis Aidanpää 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 22. August 2016

Der Kebnekaise wird erstmals bestiegen

Im Jahre 1881 nahm sich der französische Abenteurer Charles Rabot vor den höchsten Berg Schwedens zu besteigen. Als jedoch die Besteigung Rabots bekannt wurde, wurde er von Vilhelm von Vegesack, dem damaligen Direktor des Kartografischen Werkes darüber informiert dass nach den Vermessungen des Amtes nicht der Sarektjåkkå der höchste Berg Schwedens war, den Rabot erklommen hatte, sondern der Kebnekaise höher war. Nachdem Rabot sich jedoch entschieden hatte, den höchsten Berg Schwedens zu erklimmen, und dabei auch der erste sein wollte, konnte er nur eine neue Expedition vorbereiten.

Im August 1883 machte sich Charles Rabot daher erneut auf den Weg in den Norden und hatte dieses Mal das Ziel den Kebnekaise zu bezwingen. Am 16. August brach die Expedition, die aus vier Personen bestand, dann vom norwegischen Bugholm Richtung Kebnekaise auf, der sechs Tage später in strahlendem Sonnenschein vor der Gruppe stand. Man kann sich bei diesem Zeitaufwand vorstellen, dass eine Besteigung des Kebnekaise damals keinem touristischen Ausflug glich wie heute, sondern eine wahre Expedition war, deren Ausgang man nicht abschätzen konnte.

Noch am 22. August 1883 brach Charles Rabot dann auf um seinen Traum zu erfüllen und am Nachmittag gegen vier Uhr hatte er den Bergkamm erreicht, der beiden Spitzen des Berges verbindet. Weitere drei Stunden später stand der Abenteurer dann, bei einer Temperatur von Null Grad, endgültig auf der Spitze des höchsten Bergs Schwedens und hatte einen Blick, der bis zu den Lofoten reichte. Allerdings sollte der Erfolg Rabots 15 Jahre lang einem Geheimnis gleichen, denn erst als er 1898 das Buch Cap Nord veröffentlichte, wurde sein Erfolg bekannt, auch wenn man in Frankreich keine Ahnung hatte wo der Sarektjåkkå und der Kebnekaise lagen und wie die beiden Berge aussahen.


22. August 1860: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
22. August 1883: Die schwedische Schauspielerin Ester Textorius
22. August 1906: Der schwedische Spion Stig Wennerström
22. August 1920: Anders Zorn, der internationalste Maler Schwedens
22. August 1952: Ein Polizist als schwedischer Massenmörder
22. August 1960: Tage William-Olsson und der Verkehrsknotenpunkt Slussen
22. August 1980: Sällskapsresan, der größte Kinoerfolg Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. August 2016

Der Ökopark Karhuvaara in Norrbotten

Am 21. August 2013 wurde mit dem Ökopark Karhuvaara bei Gällivare der zweitgrößte der 36 Ökoparks Schwedens eingeweiht, die alle eine bedeutende zusammenhängende Waldlandschaft ausmachen in der der Wanderer den ursprünglichsten und natürlichsten Wald Schwedens entdecken kann. Die größte Herausforderung dieser Ökoparks ist allerdings nicht die Natur in seinem natürlichen Zustand zu erhalten und den ökologischen Bedingungen anzupassen, sondern eine Verbindung zwischen Naturschutz und Tourismus zu schaffen bei der die Natur als solches die Hauptrolle spielt.

Der Ökopark Karhuvaara ist der vermutlich unzugänglichste Ökopark Schwedens, da man hier kaum Wege findet und man selbst bei den Wanderpfaden das Gefühl bekommt durch einen unberührten alten Nadelwald Nordschwedens zu streifen. Karhuvaara bietet bis zu 300 Jahre alten Nadelwald, der in den Höhen langsam in die nordschwedische Birkenlandschaft übergeht. Bei einem Streifzug durch Karhuvaara findet man aber auch neu gepflanzte Bäume und alte Stämme, die am vermodern sind und damit die Heimat für zahlreiche Tiere bieten.

Der Ökopark Karhuvaara zeichnet sich auch durch zahlreiche Bäche und Seen aus, was dazu führt, dass in Zusammenhang mit den unterschiedlichen Höhenlagen ein sehr reiches Tier- und Pflanzenleben existiert das jeden Naturliebhaber begeistert. Nahezu gespenstig wirken auch die zahlreichen nordischen Flechten, die von unzähligen Ästen hängen und ein typisches Zeichen der alten Natur Nordschwedens sind. Viele der nordischen Vögel, die man heute in Karhuvaara beobachten kann, können nur dank der Ökoparks überleben, da sie zusammenhängende Wälder benötigen in denen auch ausreichend an Beutetieren existieren können.


21. August 1737: Die Hedvig Eleonora Kyrka in Stockholm
21. August 1801: Henrik Bernhard Palmær und die schwedische Satire
21. August 1801: Henrik Bernhard Palmær, Satire als Journalismus
21. August 1810: Karl XIV. Johan erhält die Krone Schwedens
21. August 1813: Die schwedische Königin Sofia Magdalena von Dänemark
21. August 1849: Hugo Hamilton, der Gründer des schwedischen Patentamts
21. August 1966: Der Essingeleden in Stockholm
21. August 1999: Das Schloss Vadstena in Östergötland
21. August 2010: Spårväg City, die neue Straßenbahn in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 20. August 2016

Die finnlandschwedische Künstlerin Amélie Lundahl

Die finnlandschwedische Künstlerin Amélie Lundahl starb am 20. August 1914 mit 64 Jahren an Leukämie in einem Sanatorium in Helsingfors (Helsinki), ohne jedoch wirklich als Künstlerin anerkannt zu werden, da um diese Zeit Frauen in Kunstkreisen als Hobbymalerinnen galten. Auch wenn ihre künstlerische Fähigkeit heute bestätigt ist, so bleibt Lundahl im Schatten anderer Künstlerinnen jener Zeit, zum Beispiel der etwas jüngeren Helene Schjerfbeck. Einer der Gründe dafür ist vermutlich dass Lundahl nur wenige Jahre künstlerisch aktiv war, bevor sie Mitte der 90er Jahre immer schlechter sah und wegen ihrer Krankheit schließlich auch nicht mehr zum Pinsel greifen konnte.

Amélie Lundahl war am 26. Mai 1850 im finnischen Uleåborg (Oulu) zur Welt gekommen und wurde wegen dem frühen Tod der Eltern überwiegend von den älteren Schwestern erzogen. Mit 20 Jahren ging Lundahl nach Helsinki um dort an der Malereischule des finnischen Kunstvereins zu studieren. In den Jahren 1872 und 1873 besuchte die spätere Künstlerin die Svenska Slöjdförening in Stockholm, um jedoch 1874 für weitere zwei Jahre an die Zeichenschule in Finnland zurückzukehren, wo sie nach Abschluss ihrer Ausbildung einige Jahre lang als Zeichenlehrerin beschäftigt wurde.

Bereits drei Jahre später erhielt Amélie Lundahl dann ein Reisestipendium, das sie nach Frankreich führte, wo sie zwölf Jahre bleiben sollte und ihre bekanntesten Gemälde malte. Drei dieser Jahre verbrachte die Künstlerin allerdings überwiegend in Schweden. Lundahl war in Frankreich von der Freilichtmalerei fasziniert und arbeitete in der Normandie und der Bretagne an ihren Frauenporträts, die heute als ihre Meisterwerke gelten. 1887 kehrte Lundahl nach Finnland zurück, verbrachte jedoch noch einige Sommer in der schwedisch-finnischen Künstlerkolonie Önningeby auf Åland. Ab 1889 lebte Lundahl wieder in Helsinki und machte, die ersten Jahre, mehrere Reisen innerhalb des Landes um dort Motive zu suchen, die jedoch immer härtere Züge annahmen, die mit der Erkrankungen zusammenhängen können. Auch aus finanziellen Gründen konnte Lundahl ab dieser Zeit auch nur noch zwei kurze Auslandsreisen, nach Italien und Frankreich, unternehmen, ohne dass dort noch bedeutende Werke entstanden wären.


20. August 1386: Bo Jonsson, der mächtigste und reichste Mann Schwedens
20. August 1730: Johan Liljencrantz, der Wirtschaftsberater von Gustav III.
20. August 1779: Jacob Berzelius und die chemischen Elemente
20. August 1843: Die schwedische Sängerin Kristina Nilsson erobert sie Welt
20. August 1893: Axel Rudolf Mauritz Wall und die Dagens Nyheter
20. August 1898: Vilhelm Moberg und die schwedischen Auswanderer
20. August 1904: Gustav Sandgren, vom Industriearbeiter zum Literat
20. August 1982: Die schwedische Schauspielerin Ulla Jacobsson

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden